Paladin

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Der Paladin ist eine Aufstiegsklasse des Kriegers. Berühmte Paladine der Geschichte Cimmerias sind u.a. Fabrizio und Pandragor. Der folgende Text stammt von Fabrizio.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

„Ein Paladin ist ein Krieger, der nur Gutes tut.“

Das ist die unschuldige Meinung vieler Personen, wenn sie nach dem Paladin gefragt werden. Sie ist weder ganz richtig noch ganz falsch, sondern einfach zu ungenau. Ein Paladin vertritt immer zwei Prinzipien: er steht grundsätzlich immer für das Licht und stets für eine bestimmte Ordnung. Somit würde das obige Zitat eigentlich zutreffen, wäre es nicht so, dass beides von einer bestimmten Größe abhängt: vom Glauben an den individuellen Gott. Jeder Paladin versucht, wie der Volksmund sagt, „nur Gutes zutun“, doch der Begriff „Gut“ ist abhängig von der jeweiligen Gottheit. Ein Paladin der Sirelia und ein Paladin des Zhar sind zwar beides Paladine und somit beide Vertreter des Lichtes und einer Ordnung, doch auf eine ganz unterschiedliche Art und Weise. Sie haben sich beide andere Ziele gesetzt, denn während Zhars Paladin den Kampf für legitim und ehrenvoll hält, um Zhars Ziele durchzusetzen, ist dies für Sirelias Paladin das letzte Mittel – wenn alle andere Mittel gescheitert ist. Die Ziele, welche auf eine bestimmte Ordnung abzielen, sind somit von Paladin zu Paladin unterschiedlich – auch wenn das Licht als Fundament dieser Ordnung feststeht. So möchte zwar jeder Paladin eine friedliche Ordnung errichten, diese kann jedoch ganz unterschiedliche Schwerpunkte haben: Ein Paladin Sirelias achtet vor allem auf das Miteinander der Menschen, Zhar sieht einen hohen Ehrbegriff und dessen Verankerung in der Gesellschaft für primär an und ein Paladin des Tempus betrachtet die Beseitigung des Chaos als Primärziel. Diese verschiedenen Schwerpunkte können dazu führen, dass ein Paladin vollkommen andere Meinungen vertritt als die, die in der Gesellschaft in der er lebt vorherrschen. Dies kann den Paladin dazu veranlassen Handlungen durchzuführen, welchen die Gesellschaft kritisch gegenübersteht, die der Paladin aber wegen seines Götterglaubens für durchweg gerechtfertigt hält.

Man sieht, dass Götterglaube von fundamentaler Bedeutung ist, um einen Paladin wenigstens im Ansatz zu verstehen. Der Glaube an einen Gott kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein: manche Paladine vertreten ihren Gott mit voller Hingabe und sind gleichzeitig bereit Kompromisse zu schließen. Andere haben einen Fanatismus entwickelt und dulden kein Abweichen von der Linie ihres Glaubens. Beides hat Vor- und Nachteile. So tritt ein Fanatiker oft in Konflikt mit zahlreichen Vereinigungen, da er keinerlei Kompromisse duldet, wodurch er seine Ziele oft langsamer bzw. deutlich schwerer erreicht – im Gegensatz zu einem gemäßigten Gotteskrieger. Gleichzeitig kann ein sehr gläubiger Paladin auch viel Macht von seinem Gott erhalten und ausschöpfen, da er wegen seiner totalen Hingabe deutlich über seine menschliche Leistungsgrenze hinausgehen kann. Ob ein Paladin gemäßigt oder fanatisch ist, ist nicht seine freie Entscheidung, sondern ein Ergebnis seines Charakters und seines bisherigen Lebenswegs.

Steht jeder Paladin in Konkurrenz zum anderen? Man könnte es fast meinen, wenn man erst einmal erkannt hat, wie verschieden sie doch sind. Doch muss man diese Unterschiede als Dach eines Hauses sehen. Das Fundament ist der angesprochene Lichtglauben, der logischerweise als Basis betrachtet werden muss. Wenn man sich das Haus der Paladinexistenz weiter vor Augen führt, so wird das jeweils individuelle Dach (die jeweilige Gottheit) von 8 Säulen getragen. Diese sind zwar bei jedem Paladin anders verziert, d.h. es gibt Säulen, die ein Paladin für wichtiger hält als andere, doch der Grundrohstoff ist bei allen Säulen der gleiche. Die Säulen nennen sich: Rechtschaffenheit, Mitgefühl, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Opferbereitschaft, Ehre, Spiritualität und Demut. Wer mehr über diese Prinzipien erfahren möchte, sollte einen Paladin im Lande aufsuchen und diesen danach befragen. Ein Paladin verkörpert jede dieser Tugenden in Bezug auf seinen Gott, wodurch manche Tugenden bei bestimmten Göttern größeres Gewicht erhalten, Ehre z.B. bei Zhar. Paladine sind begierig immer dazuzulernen und streben beständig danach sich zu verbessern, um ihrem Ideal (dem Gott) ähnlicher zu werden, innerlich wissend, dass sie es niemals erreichen können.

Durch den Glauben an seinen Gott erhält der Paladin ungeheure Macht. Im Gegensatz zu den Magiern, die mit einfachen Worten und irdischen Substanzen ihre Macht aus dem arkanen Gewebe ziehen, erhält der Paladin göttliche Macht. Durch Gebete oder in Momenten, wo er sich seinem Gott sehr nahe fühlt, fließt ein Teil seines Gottes durch die menschlichen Adern. Mittels eines Gedankens, einer Geste oder einer Gebetszeile explodiert die göttliche Macht im Reich der Sterblichen auf verschiedene Art. Es ist gleich, ob man ein Fanatiker ist oder nicht, die göttliche Macht ist einem immer gegeben, wobei der Fanatiker mehr davon nutzen kann, da er die Hemmschwelle, die ihm die menschliche Natur vorgegeben hat, überschreitet. Sein Spiel ist gefährlich, denn der menschliche Körper wurde von Crom nicht für eine solche Macht erschaffen und kann überfordert und damit getötet werden.

Er sucht die Perfektion, doch er ist ein Mensch – dies solltet Ihr nie vergessen.

Klassenbeschreibung

Kleidung/Rüstung

Die meisten Paladine bevorzugen helle Kleidung. Im Gegensatz zum Warlock gibt er sich immer zu erkennen; Verkleidungen oder ähnliches sind ihm zuwider. Welche Farbe seine Kleidung trägt ist individuell; oft orientiert sie sich nach der Farbe der Gottheit, der der Paladin dient. Nicht selten trägt er auch gesegnete Gegenstände. Andere Paladine orientieren sich sehr nach der Nützlichkeit und sind auch bereit dunkle Rüstungen anschrauben, denn für solche zählt nicht die Erscheinung der Rüstung, sondern allein der Nutzen im Kampf. In dieser Hinsicht ist er anders als der Warlock, dessen Verachtung gegenüber dem Licht und sein eigener Ehrenkodex ihm jedes Anfassen einer hellen Rüstung verbietet.

Kaum ein Paladin benutzt eine Armbrust oder Wurfaxt, denn sie beschmutzen das Gebot der Ehre. Hieb - und andere knochenbrechende Waffen setzt er niemals ein, denn er will den Gegner nicht unnötig quälen und leiden lassen. Seit jeher ist es Tradition der Paladine nur mit Schwert und Schild zu kämpfen und mit hocherhobenem Schwert in der Hand notfalls zu sterben. Ein Paladin ohne sein Schwert ist wie ein Zwerg ohne Bart und Bier oder ein Elf ohne spitze Ohren.


Verhalten

Das Verhalten eines Paladins ist vielleicht einfacher vorherzusehen als das eines Warlocks, denn die Tugenden sind offensichtlich und bekannt. Verschlagenheit oder Lüge kennt er nicht, allein in bestimmten Extremsituationen ist ihm letztere erlaubt. Ein Paladin versucht seinem Glauben und damit seinem Gott nachzustreben. Genau danach richtet sich sein Verhalten: er versucht dessen Handlungsweise (soweit es ihm möglich ist) nachzuahmen. Gold und irdische Güter bedeuten ihm im Verhältnis zum Glauben nichts, allein Gegenstände, die seinen Gott symbolisieren, haben hohen Wert für ihn. Auf sich bezogene Provokationen lässt er mit einem Lächeln an sich abgleiten, doch Schmähreden auf seinen Gott können zu ernsten Konflikten führen. Wie oft und wann er zur Waffe greift, ist vom Gott abhängig, wenn er es jedoch tut, so hat er für sich selbst einen wichtigen Grund gefunden. Wahlloses Töten oder das Auslöschen von Unschuldigen lehnt er nicht nur grundsätzlich ab, sondern ahndet es auch mit all seinen Mitteln. Einmal zur Waffe gegriffen gibt es kein Zurück, der Kampf muss entschieden werden. Kein Paladin wird sich jemals einem anderen Gott oder gar dem Schatten beugen, sondern lieber sterbend untergehen. Das Duell mit dem Warlock hat oberste Priorität, es ist egal wo und wann, nichts und niemand kann diese beiden Gegensätze aufhalten, sich aufeinander zu stürzen. In diesen Kämpfen stürzt sich das hellste Licht auf das dunkelste Schwarz, die härteste Ordnung auf das größte Chaos – als Symbole und Stellvertreter ihrer Götter kennen sie kein Erbarmen.

Denken

Ein Paladin hat zwei Ziele. Zum einen will er den Glauben seines Gottes verbreiten und verteidigen. Zum anderen will er sich selbst ständig verbessern. Sei es physisch oder psychisch - in jedweder Hinsicht strebt er nach Perfektion, was ihn nicht selten in Konflikt mit seiner menschlichen Natur bringt. Betrachtet man die Handlungen des Paladin an sich, ohne näher auf die Person einzugehen, so erscheinen sie manchmal falsch – fast töricht. Erst wenn man sich den Glauben vor Augen führt, kann man versuchen sie langsam zu verstehen und erst dann kann man die Geradlinigkeit sowie die Logik seiner Gedankengänge erkennen. Sein Auftrag ist gleichzusetzen mit dem Ziel seines Gottes. All sein Streben beruht darauf und seine eigene Verbesserung dient diesem Auftrag. Stellt Ihr Euch diesem mit gezückter Waffe in den Weg, so müsst Ihr die Konsequenzen tragen.

„Licht“ - Man mag sich wundern, warum das Wort nicht näher erklärt wird und am Ende selbst nicht mehr auftaucht. Das liegt daran, dass das Vertreten des Lichtes von so grundsätzlicher Natur des Paladins ist, dass sie keiner weiteren Erklärung bedarf, sondern schlichtweg als Basis akzeptiert werden muss.

Stats & Skills

 
Menschen
Lindai
Zwerge
 
STR (Strength)
100
90
110
DEX (Dexterity)
90
90
90
INT (Intelligence)
70
80
60
 
Kriegskunst
Archery
75.0
Fencing
100.0
Mace Fighting
100.0
Parrying
100.0
Swordsmanship
100.0
Tactics
100.0
Wrestling
100.0
 
Heilkunst & Kräuterkunde
Anatomy
90.0
Healing
80.0
Veterinary
30.0
 
Wissenschaft & Zauberkunst
Evaluating Intelligence
50.0
Magery
100.0
Meditation
100.0
Resisting Spells
100.0
Spirit Speak
75.0
 
Handwerk & Handel
Arms Lore
100.0
Cooking
30.0
Item Identification
25.0
Taste Identification
35.0
 
Bardenkunst
Musicianship
80.0
Peacemaking
75.0
 
Diebeskunst
Hiding
30.0
Remove Traps
30.0
Stealth
30.0
 
Waidmannskunst
Animal Lore
50.0
Camping
30.0
Cartography
50.0
Tracking
30.0
* Anm.: Fertigkeiten, die kein Paladin beherrscht, werden in dieser Liste nicht aufgeführt. *

Ausrüstung

Lindai
Rüstzeugeinfache Lederrüstungen,
Ambarone
Schildealle Lindai-Schilde
Waffenalle Lindai-Bögen und -Klingen,
Aire
übrige Rassen
Rüstzeugalle Lederrüstungen,
Ringpanzer,
Kettenpanzer,
Plattenpanzer
Schildealle Schilde (Paladin-Schild nur für Menschen)
Waffenalle Waffen
'Persönliche Werkzeuge